Gebe den Kakao lässig zum Rest der Mischung dazu, die ich gleich zu einem cremigen Schokoteig verarbeiten will.
Jetzt kommt das, was vor einem halben Jahr noch undenkbar gewesen wäre: Im Rezept steht, dass man dem Teig eine Tasse Öl zufügen soll. Dadurch wird der Teig schön fluffig.
Heute habe ich kein Problem mehr damit. Ich muss das Öl nicht erst messen oder wiegen, um zu kontrollieren, wie viel es ist. Die Ölflasche kippe ich einfach über der weißen Tasse um und lasse es hinein laufen, bis sie fast voll ist.
Nun kippe ich das Öl zu den anderen Zutaten. Greife mir noch eine Hand voll Schokotropfen, die ich ebenfalls in den Teig werfe.
Ein schöner Kuchen wird das werden. Ich sehe es schon vor mir, wie sich sein Volumen im Ofen dank des Backpulvers verdoppelt, während ich noch all die Zutaten zu einem köstlichen Teig verrühre.
Die Kastenform fette ich selbstverständlich ein, bevor der Teig in ihr landet. Ich will ja keinen Kuchen backen, der hinterher darin festklebt. Die Margarine reicht nicht für die ganze Form. Ich nehme mir noch etwas davon nach.
Jetzt aber ab in die Form mit dem Teig, und dann in den Ofen!
Ich habe hunger.
Nach 50 Minuten piept die Stoppuhr. In der Küche duftet es herrlich nach frisch gebackenem Kuchen. Jetzt noch schnell die Schokolade schmelzen und auf dem Kuchen verteilen. Trocknen lassen. Fertig!
Alltag.
Vor einem Jahr hätte man wahrscheinlich den Kopf darüber geschüttelt, wenn ich so einen Text auf meinem Blog veröffentlicht hätte. Das wäre in keinster Weise glaubhaft gewesen.
Heute ist es das. Mit Lebensmitteln habe ich kein Problem mehr. Auch nicht mit Öl, Margarine, Schokolade und anderen fetthaltigen Dingen.
Und ich bin stolz darauf, dass ich jetzt so weit bin, einen solchen Text für euch zu schreiben. Dass ich das, was darin steht, wirklich getan habe. Und dass ich nicht eine Sekunde darüber nachgedacht habe, was ihr danach von mir denken könntet, bevor ich auf "Veröffentlichen" geklickt habe.
Es ist mir egal.
Von mir aus sollen die anderen von mir denken, was sie wollen. Dass ich jetzt "dick" werde, weil ich ein Stück Schokokuchen gegessen habe (so was unrealistisches!), dass ich deswegen verfressen und unkontrolliert bin oder was auch immer.
Aber keine Sorge! Ich weiß inzwischen ganz gut, wie viel ich mir erlauben kann, dass ich nicht wieder an Gewicht verliere, es aber auch nicht in die Höhe schießt. Und das ist einiges mehr, als ich mir in anorektischen Zeiten gegönnt habe.
Aber keine Sorge! Ich weiß inzwischen ganz gut, wie viel ich mir erlauben kann, dass ich nicht wieder an Gewicht verliere, es aber auch nicht in die Höhe schießt. Und das ist einiges mehr, als ich mir in anorektischen Zeiten gegönnt habe.
Ich stehe jetzt zu mir. Genau so, wie ich bin. Ich habe mir mein Selbstbewusstsein hart zurück erkämpft und inzwischen will ich niemand anderes mehr sein als ich selbst.
Der Schokokuchen schmeckt übrigens hervorragend! Ich glaube, ich hole mir gleich noch ein zweites Stück davon...
Das ist wirklich ein umwerfend, positiver Post!
AntwortenLöschenIch danke dir...
Hach, ich wünschte man könne Kuchen mit der Post versenden ;)
Veröffentlichst du das Schokorezept, auf deinem anderen Blog?
Allerliebste Grüße
Violetta
wunderbar! ich bin so stolz auf dich <3
AntwortenLöschenich liebe übrigens auch schokokuchen, am liebsten mit diesem klebrigen teig .. namnam <3
Ich freue mich immer total, wenn ich einen neuen Post von dir lese. Es ist unglaublich, was du alles geschafft hast! Mach weiter so :)
AntwortenLöschen<3
Man kann den wundervollen Duft des Kuchens fast selbst schon riechen!<3
AntwortenLöschenWow wow wow.
AntwortenLöschenIch bewundere dich!
ich denke weniger dass jemand denken mag du würdest davon dick werden, noch viel weniger aber du seist deswegen undiszipliniert, mithin aber wird es wohl andere nicht zur räson bringen und bedenkenlos zu essen, was in der tat traurig ist..
AntwortenLöschenWeist du eigentlich wie viele Tränen du in Augen 6 wieviel Hoffnung du in Herzen streust mit deinen Worten?
AntwortenLöschen<3
Ich freue mich wirklich sehr für dich, dass du diesen schweren Weg erfolgreich gegangen bist. Und ich hoffe, dass du das alles für immer genießen kannst und dass du dir nie wieder Vorwürfe machen musst.
AntwortenLöschenDu kannst sehr stolz auf dich sein und ich hoffe, dass du vielen anderen Mädchen Mut machst, auch diesen schweren Weg einzuschlagen. Ich kann mir nicht mal im entferntesten vorstellen, wie schwer die Zeit der Magersucht sein muss und bin so froh darüber, dass ich gesund bin.
Ich wünsche dir alles, alles gute für deine Zukunft (nochmal :-D).
Liebste Grüße, Jane
von shades of ivory
Und ich werde gleich deine Scones von deinen gesunden Rezepten nachbacken :) Vielen Dank für deinen wundervollen Blog!
AntwortenLöschendanke du bist so ein vorbild <3
AntwortenLöschenDas ist sooo toll, Süsse! Du kannst echt stolz auf Dich sein! *drückdich* Wünsche Dir einen tollen Start in die Woche! <3
AntwortenLöschenIch dachte echt, ich seh nicht recht. Da schau ich mir seit Ewigkeiten mal wieder auf so einer Seite die Thinspos an und seh dich :-D
AntwortenLöschenLiebste Grüße
Haha - Das ist aber auch wirklich unglaublich!
LöschenIch gucke mir solche Seiten ja nicht (mehr) an, und bekomme sowas dann immer gar nicht mit. Um so schockierter bin ich nun, das von dir erfahren zu haben. Da schreibe ich einen Blog, mit dem ich anderen aus der Magersucht helfen will, und entdecke Bilder von mir, auf denen ich zeigen will, dass sich meine Figur langsam wieder der Norm nähert, auf Seiten, die eben diese Krankheit verherrlichen...
Also, danke nochmal für deine aufmerksamen Augen! Ich habe die Bloggerin jetzt angeschrieben. :-)
Ich finde es aber echt super, wie du mit solch einer Situation umgehen kannst! Respekt! Du hast dich echt entwickelt im letzten Jahr.
LöschenLiebe Grüße
hi liebes,
AntwortenLöschenich habe wieder einen neuen blog...die beiden alten wurden ja von freundinnen gefunden. ich mach mir mal die mühe und schreibe meinen ganzen leser/-innen um bescheid zu geben... :)
http://unwichtigunwichtig.blogspot.de/
wäre süß wenn du vorbeischaust ♥
Hey, du motivierst mich echt, endlich Hilfe zu holen. Ich stecke zwar (noch)nicht in der Magersucht, aber einige Symptome sind da. Ich lass mir am besten mit meiner Mutter ein Beratungsgespräch holen und werde dahin gehen. Ich hab nur Angst vor dem, was mich erwartet. Ob der Arzt/Berater mich ernst nimmt, weil ich ja nicht so gefährlich dünn bin und nicht hungere, aber eben diese übertriebene Angst habe wieder zuzunehmen. Wie läuft denn ein solches Gespräch ab? Ich will endlich wieder unbeschwert sein und Essen können worauf ich Lust hab, ohne schlechtes Gewissen. Ich könnte nur noch weinen. Nur ich weiß, dass ich jetzt etwas tun muss, damit es nicht noch schlimm wird und ich ernsthafte Probleme bekomme. Es reicht mir schon, dass ich mir tagtäglich den Kopf zerbreche. Tut mir leid, dass ich sowas schreibe, ich hoffe, das löst nicht irgendwas bei dir wieder aus, denn ich bin echt stolz auf dich, dass du diese sch*** Krankheit besiegt hast und so lebensfroh bist.
AntwortenLöschenIch suche es und werde es rausnehmen sorry. Ich habs nicht mer gewust das ich ein Bild von dir drin habe ansonsten häte ichs schon dazumal rausgenommen. Lg ava
AntwortenLöschenIch finde kein bild von dir, ist es weins aus diesem blog, was hats du für Kleidung an?
LöschenAva,
AntwortenLöschenjetzt ist aber mal gut. Lass es!!
Da muss ich Ave jetzt mal verteidigen, liebe Meike. Sie hat ja nichts schlimmes geschrieben? Es handelt sich nur um zwei Bilder von mir, die sich auf ihrem Blog wieder finden. Die gilt es zu entfernen und da sie nicht weiß, um welche Bilder es sich handelt, fragt sie jetzt halt nach.
LöschenFinde ich vollkommen in Ordnung.
ich will dir meine ehrliche meinung sagen:
AntwortenLöschenfür mich klingt das irgendwie falsch. du musst es so oft betonen, dass sich bei mir der verdacht eingeschlichen hat, dass du doch noch nicht sorgenfrei jegliche lebensmittel benutzt.
amy.
Hallo Amy,
Löschenich finde es gut, dass du mir deine ehrliche Meinung sagst, und ehrlich gesagt, habe ich schon ein bisschen damit gerechnet, dass eines Tages mal ein Kommentar wie deiner auf meinem Blog erscheinen wird.
Aber weißt du, gerade wenn ich mir deinen Blog durchlesen, dann wird doch wieder eindeutig, warum ich das alles tue.
Vielleicht hast du Recht, vielleicht wirkt es übertrieben, vorgeheuchelt, gelogen, was ich schreibe. Weil ich es häufig tue. Weil ich die Schattenseiten in meinem Leben auf meinem Blog ignoriere und immer wieder nur das positive herausfiltere.
Aber ich habe viele Leser, viele davon krank, anorektisch, und ich finde, damit trage ich auch eine Menge Verantwortung mit mir herum.
Mir geht es heute gut, daran zweifele ich gar nicht. Auch wenn du es vielleicht tust, anhand meiner überschwänglichen Posts oder so. Und auch mein Leben hat mal Schattenseiten, na klar. Aber gerade wenn ich weiß, WER meinen Blog verfolgt und mich als Vorbild sieht, sollte ich es doch vermeiden, von diesen zu erzählen, um andere nicht mit hinunter zu reißen, oder siehst du das anders?
Ich hoffe für dich, dass du deinen Weg finden wirst, und dass es kein gefährlicher sein wird. Ich hoffe, dass du bald vernünftig wirst, denn das, was du schreibst, klingt kaum danach, als wärst du es.
Fang an, dein Leben zu leben und zu lieben, und werf es nicht weg, um dünn zu sein, um perfekt zu sein. Denn letztendlich wirst du nie so dünn und nie so perfekt sein können, wie du es dir wünscht.
Immer wenn ich deine Texte schießen mir die Tränen in die Augen.
AntwortenLöschenIch finde es so toll dass du diesen Schritt geschafft hast.
Du bist ein ziemlich guter Gradmeser für mich :D
Und du gibst mir wirklich die Hoffnung wieder normal zu werden.
Darf ich dir mal eine persönliche Frage stellen?
Ist es wirklich so, dass du dich wirklich GAR Nicht mehr um dein Gewicht scherst?
Wie haben deine Freunde & Familie auf die Krankheit reagiert?
Fandest du die zeit in der Klinik sehr schwer?
LG Sofia