Freitag, 31. Mai 2013

Carrot Cake und die beste Pizza der Welt

Ihr Lieben, ich muss mich entschuldigen, ihr musstet so lange auf den nächsten Post warten.
Ich war die letzten Tage sehr im Stress und hatte kaum Zeit, um zu bloggen.
Wenn ich für euch poste, dann möchte ich nicht nur schnell irgendwas daher schreiben.
Dann will ich es Ernst meinen. Dann sollen meine Worte von Herzen kommen.

Statt eines neuen, langen Posts erwarten euch heute Abend erstmal zwei neue, wirklich sehr empfehlenswerte Rezepte: Die allerbeste, selbst gebackene Pizza der Welt, eine Kartoffel-Knoblauch-Pizza (Herzhafte Rezepte) und ein Carrot Cake (Süße Rezepte) mit einer riesigen Dosis Karotten und einem tollen Cream-Cheese-Frosting. Lasst es euch schmecken, falls ihr die Rezepte mal nach backen solltet. Lohnt sich auf jeden Fall!





Jetzt verbleibe ich mit lieben Grüßen und dem Versprechen, meinen nächsten Post nicht mehr ganz so lange auf sich warten zu lassen. Schaut einfach ab und zu mal auf meinen Blog vorbei, um nichts zu verpassen. ;-)

 Laura

Dienstag, 7. Mai 2013

Das Leben geht weiter

In genau diesem Moment weiß ich, dass es alles gut werden wird.
Ich bin auf einmal fest überzeugt davon. Spüre die Gewissheit, wie sie in mir pulsiert.
Das Blut pumpt durch meine Venen. Fest entschlossen dazu, weiter zu machen. 
Zu kämpfen. Für das Leben, für meine Ziele.
Nach den schlechten Zeiten kommen die Guten, rufe ich mir ins Gedächtnis.
So war es schon immer.
So wird es immer sein.

Man hat das Unglück manchmal einfach nötig, um danach das Glück zu finden.
So läuft es nun mal im Leben.

If there are no ups and downs ...
... ich glaube, dann ist da letzten Endes gar nichts mehr.

In den schwierigen Momenten des Lebens muss man sich einfach immer wieder vor Augen halten, dass danach auch wieder die bessere Zeiten kommen. 
Es ist schwer, das in solchen Momenten zu sehen, aber das Leben geht weiter.

Das tut es gewiss.
Ganz bestimmt.

Man darf nur manchmal nicht damit aufhören, an sich zu glauben.


Brandenburger Tor, Berlin

Mittwoch, 1. Mai 2013

Bedeutungslose Zunahme / England

Ich habe mich seit Ewigkeiten nicht mehr gewogen.
Wofür auch? Der Spiegel wird mir schon zeigen, wenn irgendetwas nicht okay ist.
Schluss mit der Kontrolle über die Zahlenwelt.
Vorgestern habe ich mich aus Neugier dann aber doch mal wieder draufgestellt: 57 Kilo.
Wow. 
Vorm River Thames und London Eye

Es ist das erste Mal seit Mallorca (April 2011), dass mein Leben dieses Gewicht hat. 
Zugegeben, im ersten Augenblick war ich ein wenig erschrocken, hatte ich mich doch im letzten halben Jahr konstant bei 55 Kilo aufgehalten. Aber dann habe ich mir gedacht: Hey! Was spielt mein Gewicht schon für eine Rolle? Wenn ich in den Spiegel schaue, dann macht es keinen Unterschied, ob da nun 2 Kilo mehr oder weniger an mir sind. Ich sehe noch genau so aus wie vorher. 
Außerdem war ich mit den 55 nie wirklich ganz über meinem Klinik-Entlassungsgewicht (55,5 Kilo) - jetzt schon! 
Big Ben
Ich schätze, ich habe einfach in England ein bisschen zugenommen - was ja wunderbar ist, wenn ich mich an meine zwei letzten Urlaube zurückbesinne. Da fällt mir nämlich immer nur ein, wie ich danach jedes Mal ein bisschen weniger wog, obwohl jeder andere Mensch in seinem Urlaub eigentlich zunimmt. 

In England war es übrigens richtig schön. Meine Freundin und ich sind viel rumgekommen: Wir waren beim Big Ben, London Eye, House of Parliament und im Hyde Park, dem größten Park Londons. Ein bisschen Shopping, ein bisschen Sightseeing, ein bisschen englisches Essen. Und mit der Underground-Bahn kenne ich mich nun auch bestens aus!
In Esher, dem Ort, in dem die Gastfamilie meiner Freundin lebt, haben wir am letzten Tag in einem kleinen, urigen Café - The Chocolate Teapot - noch echte Scones gegessen, mit clottered cream, strawberry jam und every day tea with milk. Typisch Britisch! Die Besitzerin des Cafés hat alles ganz frisch gebacken und uns sehr liebevoll in Empfang genommen und bedient. Es war total lecker und endlich konnte ich die Scones, die ich sonst immer nur Zuhause backe, auch mal originalgetreu in ihrem Ursprungsland probieren.

Scones im Chocolate Teapot

Londoner Innenstadt

Taxi in der Oxford Street



Gedankenträger

Ein paar neue Worte, um meine Gedanken zu euch zu tragen.

Wofür - habe ich damals aufgehört zu essen?
Wofür - habe ich mich einst so selbst zerstört?
Wofür - habe ich all die Zeit gegen den Hunger angekämpft?
Wofür - und für wen?

Wo es mir doch heute
so viel besser geht.
Heute - gesund.
Vielleicht musste es mir erst so schlecht gehen.
Vielleicht musste ich erst am Ende meiner Kräfte angelangen.
Vielleicht - ja, vielleicht - habe ich erst all dies gebraucht,
um das Leben schätzen zu lernen.
In dem tiefen Loch von damals
habe ich mich sicher gefühlt.
Kontrolliert.
Stark.
Diszipliniert.
Aber – vielleicht war all dies
ja nur eine Lüge.
Eine Lüge an mich selbst – zum Schutz vor dem Schmerz.
Doch jetzt, wo ich weiß, was es heißt, am Leben zu sein -
erst jetzt weiß ich, dass ich mich geirrt habe.
Damals.

Es ist schön, der Sonne entgegen blicken zu können
und zu wissen: Sie scheint auch für mich.
Es ist schön, einatmen zu können und danach wieder auszuatmen
ohne die Luft anzuhalten.
Ohne sich ständig zu kontrollieren,
bei jedem Schritt, den man geht.
Sich fallen zu lassen
in die Hände der Welt.
Die Krankheit,
die sich Magersucht nennt,
loszulassen.
Und zu wissen:
Heute.
Esse ich für mich,
lebe ich für mich,
und der Kampf
gegen den Hunger
ist vorbei.

Denn die Krankheit hat verloren -
und ich gewonnen.
Im Kampf für das Leben.




Danke für die freundliche Unterstützung von Lisa, die meinen Text bereits auf ihrem Blog veröffentlicht hat!